Das Projekt Lanterna Futuri
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Lanterna Futuri ist ein interkulturelles Begegnungs- und Bildungsprojekt, in dem Schüler und Lehrer im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien seit 2004 in künstlerischen Werkstätten zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung neuer Lernformen, die interkulturelle Kompetenzen, Eigenverantwortung, Kreativität und Teamarbeit fördern. Zentral ist dabei die Begegnung von Schülern und Lehrern aus der Grenzregion, das sich Kennen lernen über das gemeinsame Arbeiten an einem Thema. Damit ergibt sich für die Teilnehmenden die Chance, den anderen kulturellen Kontext und die Besonderheiten der Grenzregion wahrzunehmen. |
Dabei verfolgen die Träger des Projektes: das Begegnungszentrum im Dreieck e.V. Großhennersdorf (D), das Dreikulturenhaus Parada Niedamirów (PL), und Rodowitz e.V. (CZ), in enger Zusammenarbeit mit den Gymnasien in Herrnhut, Česká Lípa und Kamienna Góra, die langfristige Zielsetzung:
eine Verbindung von außerschulischen und schulischen Lernformen zu erreichen und diese strukturell zu etablieren.
Ausgangspunkt
In der ersten Projektphase von 2004-2006 wurden interkulturelle Bildungsmodule für die Schüler, die so genannten „Werkstätten“ in den künstlerischen Bereichen Musik, Theater, Fotografie, Film, Bildende Kunst, Design und Journalistik entwickelt und umgesetzt. In diesen neuen Lernformen bildeten die Medien methodisch das Fundament für Gestaltung des interkulturellen Lernprozesses. Parallel dazu haben sich die Lehrer der Kooperationsschulen in einer Fortbildungsreihe zu Methoden des interkulturellen Lernens weiterqualifiziert. Aus diesem Prozess ist ein Netz von Lehrern entstanden, die den Projektansatz innerhalb der Schulen tragen und weiterentwickeln. Insgesamt haben in der ersten Projektphase an 35 Seminaren 246 Personen (192 Schüler, 21 Lehrer und 32 Werkstattleiter und Sprachmittler) beteiligt. |
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Aktuell
Die entwickelten Bildungsmodule (Werkstätten), welche in Kooperation zwischen den Schulen und den Trägervereinen umgesetzt werden, sind seit 2006 ein fester Bestandteil des Schulprogramms und bilden das Grundgerüst der weiteren Arbeit. Zur Zeit begegnet sich in den Lernformaten jeweils eine gesamte Klasse einer Alterstufe aus den drei Schulen. Konzipiert ist ein Dreischrittmodel:
• eine
Initialprojektwoche aller medialen Formate, die parallel in Großhennersdorf (D), Niedamirow (PL) und Radvanec (CZ) stattfinden,
• ein
Wochenendtreffen der einzelnen medialen Gruppen und
• eine zweiwöchige
Sommerakademie, die mit einer öffentlichen Präsentationstour durch alle drei Länder den Abschluss des Lernprozesses für alle beteiligten Schüler darstellt.
Seit Juni 2007 wurden weitere Schulen in der Grenzregion Deutschland, Polen und Tschechien über das Projekt Lanterna Futuri informiert und mehrere Schulleiter und Lehrer haben die Bereitschaft gezeigt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Aus diesem Grund wurde für Lehrer von neun interessierten Schulen eine Qualifizierung zum “internationalen Kooperatioslehrer” vorbereitet. Im Ergebnis dieser Qualifizierung bestehen seit Juni 2008 vier Schulpartnerschaften, in denen jeweils drei Schulen aus der deutsch-polnisch-tschechischen Grenzregion zusammenarbeiten.