Werkstätten - interkulturelle Bildungsmodule


Innerhalb des Projektes Lanterna Futuri sind für junge Menschen aus Deutschland, Polen und Tschechien interkulturelle Bildungsmodule (Werkstätten) in sieben medialen Bereichen: Theater, Musik, Film, Journalistik, Foto, Aktionskunst und Design, entwickelt worden.

Diese Werkstätten basieren auf dem 15-jährigen Erfahrungshintergrund soziokultureller Arbeit im internationalen Bereich. Das heißt, dass künstlerische Medien den methodischen Rahmen des Lernprozesses bilden, in dem die Themen der Jugendlichen eine Ausdruckform finden. Im Vordergrund der Werkstattarbeit steht die Begegnung. Die Teilnehmer werden unterstützt, in dem Arbeiten an einem gemeinsamen Produkt selbst die Verantwortung für den Lernprozess zu übernehmen. In diesem Prozess wird die kulturelle Dimension erfahrbar bzw. sichtbar. Der Schwerpunkt liegt im transkulturellen Lernen, in dem das Entdecken des „Anderen“ und das Bewusstwerden des „Eigenen“ auf die Gestaltung eines neuen „Gemeinsamen“ gerichtet ist. Zentral ist weiterhin, dass die medialen Formate einen Reichtum an Methoden bieten. Für die Teilnehmer eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten mit hoher Eigenmotivation (Spaßfaktor) sich in einem internationalen Team zu erleben, die eigenen schöpferischen Potentiale zu entdecken und in dem jeweiligen künstlerischen Bereich wichtige „handwerkliche“ Grundlagen zu erlernen. Dieser Prozess erreicht mit der öffentlichen Präsentation der entstandenen Produkte am Ende der Werkstätten den Höhepunkt.

Die Leitung der Werkstätten wird von Künstlern aus den genannten Bereichen und Lehrern übernommen. Dabei ist es für die Jugendlichen reizvoll mit Profis zusammenzuarbeiten. Die Werkstattleiter verfügen über langjährige Erfahrung in der interkulturellen Jugendarbeit und konnten im Rahmen einer eigens konzipierten Fortbildungsreihe ihre pädagogischen Kompetenzen erweitern. Einige der Lehrer aus den Kooperationsschulen sind Teil der internationalen Werkstattleitungsteams. Sie unterstützen den Prozess auf der pädagogischen und thematischen Ebene. Für die Verständigung in den Werkstätten sorgen Dolmetscher.

Seit 2006 arbeiten im Projekt Lanterna Futuri gesamte Klassenstufen aus den Kooperationsschulen in den 7 medialen Werkstätten zusammen. Um die Zielstellung im interkulturellen Bereich sowie eine Eigenständigkeit im Kontakt der Schüler zu erreichen, ist es wichtig, für einen längeren Zeitraum Begegnungsebenen zu schaffen. Während des Schuljahrs finden mehrere Werkstätten pro Gruppe/Medium statt. Im Schuljahr 2006-2007 beteiligten sich zweimal drei Klassen mit insgesamt 160 Schülern an Wochenwerkstätten und Wochenendtreffen.