Transfer-Workshop am 28.09.2026

Einfach sein dürfen – Rückblick auf den YVA-Transfer-Workshop ✨

Was brauchen junge Menschen, um sich in ihrer Region zu Hause zu fühlen? Und was braucht eine Region, damit sie für junge Menschen wieder attraktiver wird?

Mit diesen Fragen haben wir uns am 28. September 2026 beim Transfer-Workshop von YVA – Youth Vision Action beschäftigt. Zwei Jahre trinationale Zusammenarbeit liegen hinter uns, ein Jahr vor uns. Zeit, einmal innezuhalten und zu schauen: Was ist eigentlich entstanden?

Was wir geschafft haben

Zu Beginn sammelten wir die Ziele, an denen sich das Projekt bisher gemessen hat: zwölf an der Zahl, meist groß und strukturell. Im Laufe des Nachmittags wurde klar, dass der Blick auf das tatsächlich Entstandene mehr erzählt. Es sind Begegnungen. Es sind junge Menschen aus Deutschland, Polen und Tschechien, die sich kennengelernt haben, gemeinsam kreativ geworden sind und sich in ihrer Verschiedenheit gesehen fühlen. Es ist ein Raum, in dem sie einfach sein dürfen, ohne Leistungsdruck und ohne dass am Ende etwas Bestimmtes herauskommen muss.

Das ist kein Nebeneffekt, sondern ein Ergebnis. Und genau das war den Jugendlichen im Workshop wichtig: der Zusammenhalt, das Miteinander, die Gemeinschaft, die über die Projektzeit hinaus bleiben soll.

Kunst als Sprache

Ob Musik, Theater, Graffiti oder gemeinsames Gestalten: Kunst gibt jungen Menschen die Möglichkeit, das auszudrücken, wofür manchmal die Worte fehlen. Sie macht sichtbar, was sie bewegt, was sie sich wünschen und was sie vermissen. Dabei machen sie eine Erfahrung, die bleibt: Die eigene Idee kann etwas bewirken.

Strukturwandel mit Gesichtern

Das Thema Strukturwandel ist dabei kein Selbstzweck. Es ist der Anlass, um herauszufinden, was junge Menschen im Dreiländereck wirklich beschäftigt, was ihnen fehlt und was ihre Region braucht, damit sie bleiben, zurückkehren oder sich einfach wohlfühlen können. Die Antworten sind oft leiser als große Strategiepapiere, aber sie zeigen, worauf es ankommt: auf persönliche Beziehungen, Orte der Begegnung und das Gefühl, ernst genommen zu werden. Wer wissen will, wie junge Menschen eine Region halten, bekommt hier eine Antwort.

Und jetzt?

Für das letzte Projektjahr heißt das: weniger, dafür mit Herz. Wir wollen bestehende Kooperationen ausbauen, Ideen in die Umsetzung bringen und die Anliegen der Jugendlichen dorthin tragen, wo sie gehört werden. Dabei setzen wir auf das, was schon da ist, und sorgen dafür, dass es bleibt, wenn die Förderung endet. Denn ein Ziel, das wir klar und mit Überzeugung verfolgen, ist mehr wert als fünf, die nur halbherzig gelingen.

Die Frage, an der wir uns messen wollen, lautet: Was soll von YVA übrig bleiben?

Unsere Antwort: Beziehungen, die tragen. Räume, in denen junge Menschen auch danach zusammenfinden. Und die Erfahrung, dass ihre Stimme zählt. 🌹

Mehr über das Projekt: yva.rocks

21. Oktober 2026

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